Klimapolitische Neuerungen für Hauseigentümer

Docks im Hamburger Hafen
Bis zum Jahr 2050 sollen alle Gebäude in der EU klimaneutral sein, ein Ziel, welches die zuständige EU-Kommission im "Fit for 55"-Paket formuliert hat. Mit der neuen Richtlinie wird unter anderem festgelegt, wie die klimaschädlichsten Gebäude als erstes modernisiert werden sollen, frei nach dem Motto "Worst First".

Die Kommission verpflichtet alle Mitgliedsländer, „Minimum Energy Performance Standards“ durchzusetzen, Mindeststandards für Gebäudeeigentümer. Immobilien, die heute zur schlechtesten Kategorie G gehören, müssen dann so saniert werden, dass sie mindestens die Klasse F erreichen. Private Eigentümer müssen bis 2030 ihre Häuser modernisieren, öffentliche Gebäude bis 2027. Die neue Richtlinie betrifft circa 14 Prozent der Wohnungen in der EU, 35 Millionen Objekte.

Gut ein Drittel aller Treibhausgasemissionen in Europa stammen von Immobilien. In Deutschland wären zum Beispiel mehr Gebäude betroffen als in den Niederlanden, auch weil hier in erster Linie fossile Energie eingesetzt wird. Circa 50 Prozent der Heizungen in Deutschland werden mit Erdgas betrieben, ein Drittel sogar noch mit Öl. In Deutschland sind etwa drei Millionen Häuser betroffen, die in zwei Stufen ab 2030 und 2033 nicht mehr genutzt werden dürften. Fast ein Drittel der Wohnhäuser gehört zu den schlechtesten Effizienzklassen G oder H. Zum Vergleich: Die Klasse H verbraucht achtmal mehr Energie als die Klasse A+.

Doch die Umsetzung dieser Richtlinie stößt auf große Hindernisse. Es sind nicht ausreichend Fachkräfte vorhanden. Es mangelt an Handwerkern und an Anlagenmechanikern, die Wärmepumpe installieren sollen. Es dauert jetzt schon bis zu vier Monate, um einen Termin mit Fachfirmen zu ergattern. Außerdem fehlt der Nachwuchs auf dem Bau und es herrscht eklatanter Materialmangel. Es gibt zu wenig Holz, Dämmplatten, Spezial-Baustoffe und Maschinenteile.

Fazit, die ambitionierten Ziele der EU-Kommission könnten an der Realität scheitern. 2022 wissen wir mehr.

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